Während Tschechen und Slowaken dem Sturz des kommunistischen Regimes vor 20 Jahren gedenken, ehren die Griechen die demokratische Bewegung des 17. November. "Das Polytechnikum, 36 Jahre danach" titelt To Vima mit einem Foto des Regierungschefs Giorgos Papandreou, die Rose in der Hand. Er kam in das Athener Polytechnikum um den Studenten zu gedenken, die dort 1973 gegen das Militärregime rebellierten. Am Tag nach der offiziellen Zeremonie wird der traditionelle Marsch von der Fakultät bis zur amerikanischen Botschaft "im Schatten der Polizei" stattfinden, wie die Tageszeitung hervorhebt. Denn kurz vor dem Jahrestag des Beginns der Unruhen vom Dezember 2008, befürchtet man Ausschreitungen der in den letzten Monaten immer gewalttätigeren Anarchistenbewegung.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.