Umfragen sprechen der FPÖ 17 Prozent der Stimmen bei der kommenden Europawahl zu. Damit würde sie drei Abgeordnete nach Brüssel und Straßburg schicken, zwei mehr als bisher. Unter ihrem Titel "Strache gewinnt mit Haiders Strategie" konstatiert Die Presse, dass die Strategie der Rechtsradikalen sich nicht geändert hat. "Keiner redet mehr über die EU-Wahl, die am kommenden Wochenende über die politische Bühne gehen wird. Alle reden darüber, ob die FPÖ eine Nazi-Partei ist, ob die FPÖ-Wahlpropaganda Parallelen zur Machtergreifung der Nationalsozialisten in den 30er-Jahren aufweist", sorgt sich das Wiener Blatt. Ob mit Jörg Haider oder seinem Nachfolger Heinz-Christian Strache an der Spitze, die FPÖ bleibe ihrer Strategie treu: auf Grundlage realer Probleme und Ängste, die mit Globalisierung und Einwanderung zusammenhängen, provozieren, sich von den Volksparteien "ausgrenzen" lassen und die Wähler anziehen, die sich ihrerseits ausgegrenzt fühlten und nicht akzeptierten, dass ihr Zorn plötzlich Ausweis undemokratischer Gesinnung sein sollte.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.