Der belgische Ministerpräsident Herman van Rompuy stehe für das Amt des Präsidenten des Europäischen Rates nicht mehr so hoch im Kurs, nachdem der britische Außenminister David Miliband seine Kandidatur für das Amt des Hohen Vertreters für die GASP zurückgezogen hat, behauptet Le Soir. Das Ende seiner Beliebtheit bei den Mitgliedsstaaten könnte die für Donnerstag vorgesehene Ankündigung der Ernennungen bei einer außerordentlichen Sitzung des Europäischen Rates aufschieben. Die belgische Tageszeitung nennt auch die anderen Kandidaten für das Amt des Hohen Vertreters: die britische Handelskommissarin Catherine Ashton, der schwedische Außenminister Carl Bildt oder der ehemalige italienische Regierungschef Massimo d’Alema. "Nun wird wieder über das andere europäische Amt spekuliert, das des Ratspräsidenten", so Le Soir weiter. Tony Blair, dessen Kandidatur mit erklärter Feindseligkeit begrüßt worden war, scheint wieder im Rennen zu sein, und auch die ehemalige irische Präsidentin Mary Robinson oder der niederländische Ministerpräsident Jan Peter Balkenende sind im Gespräch.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.