Wird die Ökologie zum neuen Evangelium des 21. Jahrhunderts? Zumindest in Großbritannien deutet vieles darauf hin. Dort hat ein Richter folgendes Urteil gefällt: "Der grüne Glauben verdient ebenso viel Schutz am Arbeitsplatz wie religiöse Überzeugungen", titelt The Independent. Die gerichtliche Entscheidung ist als Meilenstein zu betrachten. Sie ist Teil einer ganzen Reihe, die der ehemalige Geschäftsführer eines Immobilienunternehmens, Tim Nicholson, in Gang brachte. Er behauptet, dass er im vergangenen Jahr aufgrund seiner "grünen" Einstellung entlassen wurde. Diese hatte zu verschiedenen Konflikten zwischen ihm und den anderen Teilhabern des Unternehmens geführt. Vor einem Arbeitsgericht beantragte Nicholson "die Anwendung einer speziellen Gesetzgebung. Diese schütze die Rechte der Menschen auf die freie Ausübung religiöser und philosophischer Glaubensbekenntnisse am Arbeitsplatz", berichtet die Londoner Tageszeitung.
Das Urteil hat aber auch andere Auswirkungen: Die Angestellten, die dafür schikaniert wurden, dass sie ihre Ansichten über den Umgang ihres Unternehmens mit Kohlendioxidemissionen oder Abfallbeseitigung energisch verteidigten, können nun Entschädigungsansprüche gegenüber ihren Arbeitgebern geltend machen. Woran Nicholson glaubt, beeinflusst sein ganzes Leben, fährt The Independent fort: "Er reist nicht mehr in Flugzeugen, hat sein Haus umweltfreundlich umgebaut und sagt über sich selbst, dass er sich vor der Zukunft für die gesamte Menschheit fürchtet."
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.