Der britische Innenminister Alan Johnson ist diesen Montag auf einem schlechten Trip, denn das Drogenberatungsgremium der Regierung droht zusammenzubrechen, so der Titel des Guardian. Eine Kontroverse folgte dieses Wochenende auf Johnsons Entscheidung, den Vorsitzenden des Gremiums, Professor David Nutt, wegen "Kampagne entgegen der Strategie der Regierung", insbesondere im Bezug auf die Klassifizierung von Cannabis, hinauszudrängen. Obwohl Johnson Cannabis dieses Jahr von der Drogenklasse C zur Klasse B hinaufstufte – wodurch Cannabisbesitz höher bestraft wird –, behauptete Professor Nutt öffentlich, Cannabis sei in Verbindung mit Ecstasy und LSD weniger gefährlich als Alkohol und Zigaretten. Nutts Abservierung führte dieses Wochenende zu zwei weiteren Rücktritten vom Advisory Council on the Misuse of Drugs (Beirat über Drogenmissbrauch), der Johnson die "Verdrehung wissenschaftlicher Beweise über Cannabis" aus politischen Gründen vorwirft. "Die Mitglieder des Gremiums könnten ihr Meeting nächsten Montag dazu nutzen, einen Massenrücktritt anzukündigen", berichtet die Londoner Tageszeitung, und das "wäre für die Regierung höchst peinlich".
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.