"Spanien erstickt an der Korruption… Schon jetzt ist durch sie mehr Geld im Umlauf als durch Drogenhandel". Am Sonntag veröffentlichte ABC die Karte dessen, was die Spanier die "Wirtschaft der Ziegelsteine" nennen. Gemeint ist die Entwicklung der Immobilien und des Städtebaus in den vergangenen Jahren. "2010 werden mehr als 300 Personen vor Gericht stehen", erklärt die Tageszeitung. Sie betont auch, dass es sich vor allem um Bürgermeister und Verantwortungsträger aus der Politik handelt, die in diese Affären verstrickt sind. "Entweder nimmt der Aderlass des letzten Restes des prestigeträchtigen Modells [der spanischen Demokratie] ein Ende, oder wir werden an so viel Demokratie untergehen und im stinkenden Abwasserkanal der Korruption verschwinden", schreibt Ángel Expósito, der Direktor der Zeitung. In einem weiteren Kommentar macht ABC auf die "verschiedenen unruhestiftenden Interessen, welche die Politiker skrupellos teilen" und die "als Unternehmer verkleideten Verbrecher" aufmerksam. Es ist daher "erforderlich, dass man sich die Gesetzgebung erneut anschaut, die Kontrollmechanismen verschärft und vor allem deren richtige Anwendung garantiert, wobei unabhängige Organismen helfen können". Jedoch ist dies nicht möglich, wenn der Staat nicht gewillt ist, sich mit den größten politischen Parteien zu einigen: den Konservativen der PP (Partido Popular, Spanische Volkspartei) und den Sozialisten der PSOE (Partido Socialista Obrero Español, Spanische Sozialistische Arbeiterpartei).
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.