The Guardian warnt davor, dass einige der britischen Steuerparadiese bald zu den neuesten Opfern der Finanzkrise werden könnten. Morgen wird ein wirtschaftlicher Gesundheitscheck zu den britischen Überseegebieten und den Besitzungen der britischen Krone veröffentlicht werden, zu denen Jersey, die Insel Man und die Kaimaninseln gehören. Daran lässt sich erkennen, dass es im Paradies alles andere als gut läuft.
Nachdem sie für ihre Rolle im wirtschaftlichen Super-Gau kritisiert wurden, spüren einige der Steuerparadiese die daraus resultierenden Probleme nun am eigenen Leib. Die Tageszeitung spricht davon, dass die Einnahmen aus Finanzdienstleistungen und Bankgebühren so sehr zurückgegangen sind, dass die Kaimaninseln gezwungen waren, "das Außenministerium um ein Darlehen in Höhe von 280 Millionen Pfund [314 Millionen Euro] zu bitten". Viel mehr Sorgen bereiten einigen britischen Beamten die ärmeren Gebiete in der Karibik. Sie befürchten, dass diese "Bankrott gehen und zu illegalem Drogenhandel gezwungen werden könnten", wenn der Tourismus aus den USA abnimmt. Erwartet wird, dass der Bericht auch betont, dass Großbritannien keinerlei Rettungsprogramme finanzieren wird. Um die Wirtschaftskrise zu überstehen wird den überseeischen Finanzzentren nichts anderes übrig bleiben, als ihre Steuern zu erhöhen.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.