Am Vorabend des zwanzigsten Geburtstages der Samtenen Revolution hat der tschechische Präsident Václav Klaus dem tschechischen Popstar Karel Gott eine der wichtigsten Auszeichnungen des Landes verliehen: Die Verdienstmedaille. Auf ihrer Titelseite fragt sich die Mladá Fronta DNES: "Hat Gott eine solche Medaille verdient?“
Von nun an gehört der Sänger zur tschechischen Elite. Allerdings ist die Öffentlichkeit über seine Persönlichkeit geteilter Meinung.
Für viele ist Karel Gott "ein Monster", das sich in den Dienst des kommunistischen Regimes stellte und die Gesellschaft mit seinen "sinnfreien Schön-Welt"-Liedern einschläferte. Seine Kritiker können ihm nicht verzeihen, dass er sich für die vom kommunistischen Regime auf den Weg gebrachte Gegen-Charta gegen die Charta 77 einsetzte, erinnert die Prager Tageszeitung. Für andere ist und bleibt der 70jährige Karel Gott eine Ikone, die auch "weit über die Grenzen hinaus beliebt ist". Auch die Berliner Mauer hatte er überwunden. Für die Wochenzeitung Respekt ist die Ehrung Gotts verglichen "mit dem Boykott des Vertrages von Lissabon und seiner Anhänglichkeit an Russland" nur "eine harmlose Provokation" von Klaus.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.