Am 22. Oktober hat die Schwedische Kirche, der 73 % der Schweden angehören, homosexuelle Ehen anerkannt. Rechtlich waren sie schon seit dem 1. Mai genehmigt. Die Entscheidung der Bischofssynode, die gleichzeitig einer besonderen Liturgie zustimmte, kam nach langen Jahren der Diskussion zustande, berichtet die Dagens Nyheter. Ab dem ersten November können die Pastoren, die es wünschen, Personen gleichen Geschlechtes in ihrer Kirche ehelich trauen. Dies ist rechtlich genauso viel Wert wie eine standesamtliche Trauung. "In der schwedischen Gesellschaft haben Traditionen keine große Bedeutung. Viel wichtiger ist es, für das Wohlbefinden der Menschen einzutreten", teilt der Erzbischof Anders Wejryd der Zeitung mit.
Am gleichen Tag verpflichtet das deutsche Bundesverfassungsgericht ein Unternehmen dazu, einem homosexuellen Paar die Hinterbliebenenversorgung zu bewilligen und setzt damit durch, dass die in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft zusammenlebenden homosexuellen Paare gegenüber verheirateten Paaren nicht mehr diskriminiert werden können. Eine Entscheidung, die "deutsche Gesellschaft fundamental verändern kann", urteilt die Süddeutsche Zeitung.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.