Das Entsetzen in Polen sorgt für Belustigung bei der Süddeutschen Zeitung: Seit Jahren verteilte die Schweizer Bahngesellschaft SBB ihre internationalen Fahrkarten in Umschlägen, auf deren Rückseite ein Globus zu sehen war. Eines Tages hat "ausgerechnet ein Pole den Umschlag genauer betrachtet – und festgestellt: Auf der Weltkugel fehlt Polen. Und nicht nur das: Zentraleuropa scheint darauf hauptsächlich aus Deutschland zu bestehen. Und Deutschland grenzt direkt an Russland." Die Karte erinnerte irgendwie an die Einflussgebiete im Europa von 1939. Der Pole beschwerte sich bei seiner Botschaft in Berne, die wand sich mit mit dem nervösen Hinweis auf den deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakt an die SBB. Die Firma verteidigte sich: der Globus sei in Wirklichkeit das Photo eines Wasserballs wie man ihm in jedem Geschäft kaufen könne. Dennoch hat sie begonnen die unglückseeligen Umschläge aus dem Verkehr zu ziehen, und entschuldigte sich für "die Auswahl des Wasserball-Sujets, welche das 'Gespür für die historischen Hintergründe' vermissen lasse". Übrigens fehlte ein anderes Land auf der Karte: die Schweiz.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.