Am 21. Oktober ist die erste von Großbritannien und Frankreich gemeinsam gecharterte Maschine nach einem Zwischenstopp in Paris in Kabul gelandet. An Bord: Afghanen, die die Behörden zurückführten, weil ihre Asylanträge abgewiesen wurden. In Großbritannien löste dieser Flug keinerlei Diskussionen aus. Dort hatte man, erinnert The Times, schon im vergangenen Jahr 3.835 Afghanen freiwillig oder mit Gewalt zurückgeführt. In Frankreich hingegen, wo dieser Flug seit 2005 der erste in Richtung Afghanistan ist, löste er heftige Reaktionen vonseiten der Opposition, einiger Vereine und eines Teils der konservativen Mehrheit aus: "Wie kann man eine solche erzwungene Rücksendung von drei Afghanen in ein Land rechtfertigen, welches sich mitten im Krieg befindet", fragt Libération entsetzt. Für die Zeitung machen der französische Immigrationsminister Eric Besson und der Staatspräsident Nicolas Sarkozy damit "eine klare Ansage: Um mit der massenhaften Zuwanderung von Immigranten in Europa fertig zu werden, ist die Chartermaschine neuerdings wieder eine legitime Waffe."
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.