"Noch nie schuldeten so wenige Leute anderen Leuten so viel Geld." Der Präsident der Bank von England Mervyn King prangert die an die Banken gehenden Hilfen an, indem er sich auf Winston Churchills berühmten Satz nach der Luftschlacht von England bezieht, berichtet The Independent auf der Titelseite. Er bezeichnet die von den Steuerzahlern vorgestreckten 1000 Milliarden Pfund (1109 Milliarden Euro) als "Betäubungsmittel" und "unhaltbar". Seine Stellungnahme fällt genau in die Debatte um die Höhe der Boni, die sich die City gönnt, welche sich schon von der Krise im letzten Jahr erholt hat. Die Tageszeitung erklärt, dass "derzeit wir, die Steuerzahler, die Risiken eingehen, während sich die Angestellten dieser privilegierten Branche anschicken, immense Summen einzustreichen." Die Debatte um die Boni weitet sich von Tag zu Tag mehr auf den politischen Bereich aus.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.