"Wird der Eiserne Vorhang des Pruth-Flusses verschwinden", fragt der Titel von Timpul einen Tag nach Abschluss des Vertrags zum grenzüberschreitenden Personenverkehr mit Rumänien. Nunmehr, so freut sich die moldawische Zeitung, "braucht ein Drittel der moldawischen Bevölkerung, also mehr als eine Million Menschen, für die Einreise nach Rumänien kein Visum mehr". Durch den am 30. Oktober in Chisinau unterzeichneten Text werden die in der Grenzregion entlang des Pruth-Flusses lebenden Moldawier frei nach Rumänien – und damit in die EU – einreisen können. In beiden Ländern werden Menschen, die weniger als 30 km von der Grenze entfernt wohnen, ins Nachbarland fahren können, zumindest bis zu einer 50 km-Parallele vom Pruth. "So normalisieren wir unsere Beziehungen zur EU und Rumänien", begrüßte am Dienstag die moldawische Außenministerin Iurie Leanca das Abkommen. Bevor dies Ende 2009 in Kraft tritt wird man allerdings noch die Meinung der EU-Kommission abwarten müssen.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.