Während Europa unter rückläufigen Geburtenzahlen leidet, ist Frankreich seit einigen Jahren führend in Sachen Fruchtbarkeit. Was wohl das Geheimnis dieser Ausnahme ist, fragt sich Le Monde. In den letzten 30 Jahren sei Frankreich vom südländischen Modell abgewichen und habe sich dem skandinavischen Modell angenähert: berufstätige Frauen und zahlreiche außereheliche Geburten, so lautet die Antwort des Demografen François Héran, der von der französischen Tageszeitung zitiert wird. Die Eltern von knapp 52% der im Jahr 2008 geborenen Kinder waren nicht verheiratet. Scheidungen und außereheliche Geburten wurden früher als "Indikatoren für die Zerrüttung der Familienstruktur" betrachtet, doch heute gelten sie als "Indikatoren für Flexibilität". Durch diese Anpassungsfähigkeit setzen Männer und Frauen leichter ihren Kinderwunsch um, erklärt François Héran weiter. Doch trotz der hohen Geburtenziffern altert die Bevölkerung Frankreichs. Die Anzahl der Senioren dürfte in 50 Jahren doppelt so hoch sein.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.