"Klaus kämpft für uns! sagen die Tschechen", steht auf der heutigen Titelseite der Lidové Noviny. Die Tageszeitung veröffentlicht eine Exklusiv-Umfrage, nach der die „Sabotage“ des Vertrages von Lissabon durch den tschechischen Präsidenten von 65 % der Bevölkerung voll unterstützt wird. Aus der Umfrage geht auch hervor, dass "ungefähr die gleiche Prozentzahl der Tschechen fürchtet, dass die Beneš-Dekrete angefochten werden, wodurch die Sudetendeutschen ihre nach dem zweiten Weltkrieg beschlagnahmten Güter zurückfordern könnten". Dieses für die Tschechen heikle Thema ist Václav Klaus' Hauptargument in seinem Kampf gegen den Vertrag von Lissabon geworden.
Das große Schweigen der tschechischen Politiker wurde gestern vom ehemaligen Präsidenten Václav Havel gebrochen, der die negative Einstellung von Klaus als "verantwortungslos und gefährlich" kritisierte, berichtet Lidové Noviny. Woher kommt also die große Unterstützung durch das Volk? "Keine Politik war bisher fähig, die Volksmeinung davon zu überzeugen, dass der Vertrag von Lissabon eine wunderbare Erfindung ist, ohne die Europa zusammenbrechen würde", kommentiert die Zeitung.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.