"Heute wird in Barcelona das erste Geschäft Europas eröffnet, in dem alle Artikel kostenlos sind", berichtet die rumänische Tageszeitung Adevarul in ihrer spanischen Ausgabe. Um Zugang zu den Geschäften der Marke Esloultimo zu erhalten, müssen die Kunden zunächst einmal einen halbjährlichen Beitrag von 5 Euro zahlen, für den sie dann alle zwei Wochen fünf Artikel auswählen können. "Ziel ist zugleich die Werbung für neue Produkte und die Unterstützung eines großen Teils der Bevölkerung", schreibt Adevarul, der die baldige Eröffnung von ähnlichen Läden in Paris, London, Berlin, Rom und Amsterdam ankündigt.
Diese Eröffnung findet am Vortag des Internationalen Tages für die Beseitigung der Armut am 17. Oktober statt. In Europa, so die Tageszeitung Público, "leben 79 Millionen Menschen in Armut". Das Thema stand im Mittelpunkt des 8. Runden Tischs über Armut und gesellschaftlichen Ausschluss am 15. Oktober in Stockholm. Die Vertreter der Nichtregierungsorganisationen beschwerten sich über den mangelnden politischen Willen, konkrete Maßnahmen zu verabschieden. "Die Zielsetzungen im Kampf gegen die Armut sind auf 2020 verschoben worden", gesteht Antonia Carparelli, Leiterin der Abteilung Soziale Eingliederung bei der EU-Kommission, die von der spanischen Tageszeitung zitiert wird.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.