Der französische Energieriese GDF-Suez weigert sich, dem belgischen Staat eine eingeforderte Gebühr von 500 Millionen Euro zu bezahlen. Belgien erhob diese Gebühr im Gegenzug für die aufgeschobene Schließung dreier Atomkraftwerke, die von Electrabel (einer Tochtergesellschaft von GDF-Suez) betrieben werden. De Morgen zitiert in diesem Zusammenhang den verstorbenen Karel van Miert – einen ehemaligen EU- Wettbewerbskommissar –, der gerne sagte, dass "belgische Politiker Electrabel nicht gewachsen sind". Gérard Mestrallet, Geschäftsführer von GDF-Suez, "hat die Regierung mit unerhörter Arroganz gedemütigt", beteuert die flämische Tageszeitung und erklärt, die belgische Regierung müsse infolge von GDF-Suez' Zahlungsverweigerung die 500 Millionen Euro nun andernorts auftreiben, wahrscheinlich durch eine Anleihe.
"Die Van Rompuy-Regierung setzt die Tradition fort", heißt es weiter: "Im Austausch gegen ein Trinkgeld“ (ein anderes Abkommen besagt, dass GDF-Suez ab 2010 durchschnittlich 240 Millionen Euro pro Jahr zahlen muss) "sind wir der Fußabstreifer von Paris, machen uns im Energiebereich völlig abhängig und verhindern die freie Konkurrenz auf dem Energiemarkt."
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.