"Das kann eine heitere Buchparty werden", lästerte der Spiegel diese Woche bevor die weltweit größte Buchmesse am 14. Oktober in Frankfurt ihre Türen öffnet. Der diesjährige Ehrengast China bereitete den Organisatoren schon viel Ärger (der Vorwurf lautete, sie wichen vor Pekinger Zensurversuchen zurück). Auf der einen Seite werde man also "parteitreue Tintenkleckser" erleben, so wie Tie Ning, der Chefin des chinesischen Schriftstellerverbands, Gebieterin über 8920 vom Staat unterstützte Autoren, die jegliche Zensur in ihrem Land leugnet (, wo jährlich rund 600 Bücher verboten werden). Mit ihr umfasse die chinesische Delegation an die 100 Autoren und 1000 Beamte und Verlagsmanager. Auf der anderen Seite, regimekritische Autoren wie Be Ling, der dem Gefängnis entwischte und nur auf Druck der Medien seine Einladung erhielt. Die Frankfurter Rundschau glaubt: "Noch nie gab es eine bessere Diskussionsplattform als in Frankfurt. Denn der Gastlandauftritt und das Begleitprogramm lassen unterschiedlichste Meinungen aufeinanderprallen. Erstmals werden sich Vertreter der chinesischen Regierung und einige ihrer schärfsten Kritiker fünf Tage lang einen offenen Wettstreit der Worte liefern – und die Weltöffentlichkeit kann zuhören und sich ihr eigenes Urteil bilden."
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.