Die Mehrheit der Europaabgeordneten hat am 8. Oktober das "Problem der Pressefreiheit in Italien" angeprangert, berichtet die Tageszeitung El Periódico und nimmt damit Bezug auf die vom italienischen Ministerpräsidenten kontrollierten Medien. Während einer "verbalen Konfrontation" zwischen Anhängern und Kritikern Silvio Berlusconis haben die Konservativen die Initiatoren der Erklärung (Linksgerichtete, Liberale und Grüne) beschuldigt, das Europäische Parlament als Theater für ein "politisches Manöver zum Angriff auf einen politischen Gegner" zu benutzen, schreibt die Zeitung aus Barcelona. "Geht zum Protestieren in den Iran, ihr Feiglinge, dort, wo die Pressefreiheit wirklich bedroht ist", soll der Abgeordnete der mit Berlusconi verbündeten Lega Nord Mario Borghezio schreiend geantwortet haben. Doch die meisten Fraktionen haben sich für die Ausarbeitung eines gemeinsamen Gesetzentwurfes ausgesprochen, um "die Vielschichtigkeit der Medien zu garantieren und ihre Konzentration einzugrenzen".
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.