Michael D. Higgins, der sich über eine Million Wählerstimmen sichern konnte und damit zum neunten Präsidenten Irlands gewählt wurde, verspricht ein “Präsident aller Bürger” zu sein, hebt die Irish Times hervor. Higgins kündigte an, sich sofort aus der Labour Party zurückzuziehen.
Im Irish Independent wundert sich Kommentator Brendan Keenan über die seltsame Situation: “Er will der vom Volk gewählte Repräsentant sein, ist aber durch die Verfassung verpflichtet, Entscheidungen zu treffen, die ihm zutiefst widersprechen. Kann er irgendetwas tun, ohne in Frustration oder gar verbittertes Schweigen zu verfallen?”
Dennoch glaubt Keenan, dass der neue Präsident den Menschen die Regierungspolitik gut verkaufen könnte. “Die Regierung steht vor der schwierigen Aufgabe, eine Art Strategie zu präsentieren. Widersprüchliche Entscheidungen wie die Reduzierung der Kreditaufnahme, der Schutz der Schwächsten, die Förderung von Exporten und Investitionen sowie die zu erfüllenden Bedingungen der Kreditgeber – ob Troika oder Märkte – müssen unter einen Hut gebracht werden.”
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.