Bahnt sich etwa ein Ende des toleranten Verhaltens gegenüber Hausbesetzern an? Zumindest ist das der Wunsch einiger Volksvertreter in den Niederlanden. Die Christdemokraten (Christlich-Demokratischer Appell, CDA und die ChristenUnie) und die Liberalen (Volkspartei für Freiheit und Demokratie, VVD) haben den Vorschlag gemacht, Hausbesetzer in Zukunft mit bis zu einem Jahr Gefängnis zu bestrafen, berichtet De Volkskrant auf ihrer Titelseite.
Die Amsterdamer Tageszeitung erklärt, dass das 'Hausbesetzen' "lange Zeit als ein Akt sozialer Gerechtigkeit galt." Theoretisch ist es verboten, Häuser zu besetzen. Jedoch wird es meist toleriert, wenn das Gebäude seit mindestens einem Jahr unbewohnt ist. Die niederländische Tageszeitung erteilt den Hausbesetzern der Stadt’s-Hertogenbosch (niederländisch Den Bosch) das Wort. Diese prangern den "schroffen neoliberalen Wind" und "den schleichenden Egoismus" an und sind der Überzeugung, dass "Solidarität nicht mehr auf der Tagesordnung steht." Das Tageblatt befürchtet, dass ein solches Verbot "eine ganze Kultur zerstören könnte." "An kulturelle Einrichtungen […] und die 'weggeefwinkels' (Gebrauchtwarenläden, in denen die Waren kostenlos sind) müsse man denken. Und auch die Musiktempel wie das Paradiso und De Melkweg dürfe man nicht vergessen. Ihre Ursprünge sind bei den Hausbesetzern zu finden. Diese Bewegung hat viel Gutes hervorgebracht."
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.