"Historischer Sieg von Giorgos", jubelt die Ta Nea am Tag nach dem Sieg der griechischen sozialistischen Partei bei den vorgezogenen Parlamentswahlen vom 4. Oktober. Mit 44% der Stimmen, gegen 33% für die Neue Demokratie des scheidenden konservativen Ministerpräsidenten Kostas Karamanlis, hat die Pasok von Giorgos Papandreou die Wahllandschaft ins Grüne getaucht, ihre Farbe, "die Farbe der Hoffnung", wie sich die linksorientierte Tageszeitung freut. "Doch es gibt keine Zeit zu verlieren", warnt die Ta Nea. "Es müssen Reformen durchgeführt werden: die Wirtschaft muss wieder aufgerichtet, die Korruption bekämpft, die Justiz, das Gesundheitssystem und die Erziehung reformiert werden. Eine schwere Aufgabe für den Sohn eines Ministerpräsidenten" [Andréas Papandréou, ehemaliger Ministerpräsident und Pasok-Gründer].
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.