"Das Leben ist das wichtigste. Und wenn man das Leben hat, dann ist das zweitwichtigste die Freiheit. Und wenn man sein Leben für die Freiheit hingibt, dann kann man nicht sagen, welches der beiden wichtiger ist." Dieses Zitat von Marek Edelman, dem letzten Kommandeur des Aufstandes im Warschauer Ghetto, der am 2. Oktober im Alter von 87 verstarb, "spiegelt seine Lebensphilosophie wider: kompromisslos, durch und durch ehrlich, in seinen Grundsätzen unerschütterlich", schreibt die Gazeta Wyborcza, die ihm am 3. Oktober ihre Titelseite widmete. Beim Aufstand gegen die deutschen Streitkräfte im Jahr 1943 "ermutigte Edelman die Menschen in ihrem aussichtslosen Kampf – nicht um ihr Leben, denn nur wenige überlebten, sondern um einen würdigen Tod". Nach dem Krieg war er Kardiologe sowie Mitglied der Gewerkschaft Solidarnosc und wurde verhaftet, als 1981 das Standrecht eingesetzt wurde. 1968 [in der antisemitischen Kampagne des Regimes], so erinnert die Gazeta Wyborcza, weigerte er sich, das Land zu verlassen, denn er sah sich als "Wächter der Judengräber".
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.