Nabucco, North Stream und South Stream standen auf dem Programm des Energieforums des Schwarzen Meeres, das von der amerikanischen Denkfabrik Atlantic Council of the United States organisiert wurde und vom 30.9. bis zum 2.10. in Bukarest stattfand. Als eines der hauptsächlich von diesen Gasfernleitungsprojekten betroffenen Länder versicherte Italien, Nabucco und South Stream seien keine Konkurrenten, sondern ergänzten sich gegenseitig. "Stimmt nicht, denn es gibt nicht genug Gas, um alle Pipelines zu speisen", warnen die Fachleute. "Wer als erster da ist, gewinnt", titelte daraufhin die România Libera. Der Streit um dieses Thema geht jetzt erst richtig los, denn obwohl Nabucco auf 500 km durch Rumänien führt, wird das Land auch von Gazprom und seinen italienischen Partnern umworben, es solle sich dem Projekt South Stream anschließen. "Alle von diesem Projekt betroffenen Länder behalten beide Eisen im Feuer, um ganz sicher nicht zu den Verlierern zu gehören", stellt die Tageszeitung fest. Rumänien scheint eines der ersten Länder zu sein, das von einem geheimnisvollen "befreundeten Land" ein Angebot über 7,3 Milliarden Kubikmeter Gas erhalten hat, falls Nabucco vor South Stream durchgeführt wird. Und wie durch Zufall, so die Bukarester Zeitung, hat Bukarest gerade ein Energieabkommen mit Aserbaidschan geschlossen.
Erdgas
Nabucco – South Stream, nächste Runde
2. Oktober 2009
Presseurop
România libera
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.