"Arbeit bis 67 lässt sich nicht vermeiden", titelt De Volkskrant. In der Tat ist es möglich, dass die Niederländer zwei Jahre länger als bisher arbeiten müssen. So hatte es die Regierung im März 2009 vorgeschlagen. Die Verhandlungen zwischen den Sozialpartnern und der Gruppe unabhängiger Experten, die sich im Sozialwirtschaftlichen Rat der Niederlande (Sociaal-Economische Raad, SER) versammelt hatten, sind vollständig gescheitert, stellt die Amsterdamer Tageszeitung fest. Die Gespräche, bei denen es um alternative Lösungsvorschläge zum Regierungsprojekt ging, haben sechs Monate angedauert. Ohne Erfolg. Die Volkskrant bezeichnet dies als einen "harten Rückschlag für unser Konsensmodell", welches in den Niederlanden unter der Bezeichnung "Polder-Modell" bekannt ist. Zudem ist der SER "die wichtigste Polder-Institution". Und nun steht er "im Abseits". Der Pass wurde dem christdemokratischen Minister für Soziales und Arbeit, Piet Hein Donner, zugespielt, der nun das Rentendefizitloch stopfen muss: von 2011 an sind das 35 Millionen Euros jährlich.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.