“Für 2012 setzt die Linke auf Hollande”, titelt die Pariser Tageszeitung Le Figaro. Im zweiten Wahlgang der innerparteilichen Vorwahl wählten die Sozialisten François Hollande zu ihrem Kandidaten für die Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr. Hollande, der sich deutlich gegen seine Konkurrentin Martine Aubry (Parteivorsitzende der Sozialistischen Partei PS und Bürgermeisterin von Lille) durchsetzte, gilt damit als wichtigster Konkurrent Nicolas Sarkozys. Die Kandidatur des im Umfragetief sitzenden Präsidenten gilt als wahrscheinlich.
Für die regierungsnahe Tageszeitung “geht der Ärger für François Hollande nun erst richtig los”. Er muss “das gesamte linke Spektrum hinter sich versammeln, das bei den Vorwahlen abstimmte: Die ‘harten Linken’ von Martine Aubry, die Globalisierungskritiker (Arnaud Montebourg), den Flügel links außen (Jean-Luc Melenchon), und die Anti-Atom-Linken von der Grünen Eva Joly; das Ganze ohne die ‘weichen Linken’, also seine eigenen Anhänger, zu vergessen”.
Für die Rechtskonservativen ist die Wahl der Sozialisten “keine gute Nachricht”, erwidert die linksliberale Libération. Schließlich “steht François Hollande für eine verantwortungsvolle Linke”. Es dürfte ihm also “leichter fallen als Martine Aubry, die Zentrumswähler für sich zu gewinnen”, meint das Pariser Blatt.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.