“Eurokrise bringt Großbritanniens Wirtschaft zum Stillstand.” Der The Daily Telegraph geht mit dem alarmierenden Bericht der Wirtschaftsprüfer Ernst & Young Item Club an den Kiosk. Die Audit-Gruppe beschreibt die wirtschaftliche Lage Großbritanniens mit den Worten “schlimmer als gedacht”. “Investitionen und Exporte waren in den Prognosen von vor drei Monaten noch klare Lichtblicke. Die Ungewissheit um Griechenland und die Stabilität der Eurozone hat daraus einfache Flackerlichter gemacht”, erläutert der leitende Wirtschaftsberater des Clubs. Gerade mal 0,9 Prozent Wachstum prognostiziert er der britischen Wirtschaft für 2011. Zum Jahresende bedeutet das “fast ein Nullwachstum”. Darüber hinaus rechnet der ITEM-Club aufgrund der allmählich greifenden Einsparungen im öffentlichen Dienst mit steigenden Arbeitslosenzahlen: Bis zum Frühjahr 2013 könnten sich etwa 2,7 Millionen Briten arbeitslos melden.
Zur Förderung des Wachstums sollte die Grunderwerbssteuer angepasst und “gezielt Steuern gesenkt” werden, empfehlen die Verfasser des Berichts. Die “Schwäche der EU-Politiker angesichts der anhaltenden Krise der Einheitswährung” strafen sie dagegen mit einem düsteren Blick.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.