Die Titelseite der Irish News sorgte im Norden und im Süden Irlands für Bestürzung. Es wurde nämlich enthüllt, dass Sinn Féin, der einstige politische Flügel der heute offiziel nicht mehr bestehenden IRA während der Hungerstreiks von 1981, bei welchen zehn republikanische Häftlinge starben, ein Abkommen mit der britischen Regierung getroffen hatte. Nach Angaben von Garret FitzGerald, dem damaligen Taoiseach (Ministerpräsidenten) der Republik Irland, "hätten die Leben von sechs der zehn Hungerstreikenden aufgrund einer Abmachung, die für die Gefangenen akzeptabel gewesen wäre, gerettet werden können". Die Hungernden – im Wesentlichen IRA-Mitglieder – verweigerten die Nahrungsaufnahme, weil sie den Sonderstatus als politische Häftlinge wiedererlangen wollten, den ihnen die britische Thatcher-Regierung entzogen hatte. Die Belfaster Tageszeitung berichtet, die republikanische Bewegung sei bitterlich gespalten bezüglich der Frage, ob Sinn Féin die Streiks unnötig weiterlaufen ließ, um die internationale Empörung anzufachen. "Der Streik endete nicht nur mit dem Tod der Gefangenen", so liest man weiter, "sondern führte zu ernsthaften Straßenschlachten, die Dutzende von Todesopfern forderten."
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.