"Basta! Keine Gebühren mehr für Santoro und seine Freunde." Nach dem Aufruf der Repubblica zum Schutz der Pressefreiheit – der nach Angaben der linksgerichteten Tageszeitung mehr als 430.000 Unterschriften einbrachte – startet nun auch Il Giornale eine Volksinitiative und fordert die Italiener dazu auf, ihre Fernsehsteuer nicht mehr zu bezahlen. Damit will die berlusconische Zeitung die öffentliche Rundfunkanstalt RAI "bestrafen", und zwar für die "Schweinereien", die in der ersten "Anno zero"-Sendung auf RAI2 ausgestrahlt wurden. Das politische Magazin wird vom linken Journalisten Michele Santoro moderiert, mit regelmäßigen Beiträgen des Ermittlungsjournalisten Marco Travaglio, der zugleich Autor mehrerer Werke über Silvio Berlusconi ist. Einige Regierungsmitglieder beschuldigten das Programm, den Ministerpräsidenten übertrieben kritisiert zu haben.
Die Opposition machte auf die mangelnde Logik der Regierung aufmerksam, die einerseits die Bürger dazu aufruft, einen öffentlichen Dienst nicht zu bezahlen, der außerdem mit den Sendern Berlusconis konkurriert, während Marcello Veneziani, einer der bekanntesten rechten Intellektuellen, ebenfalls im Giornale die gesamte RAI bezichtigt, ein "Zirkus" und "von den Gewerkschaften, den Parteien und der Nomenklatura besoldet" zu sein.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.