"Die Sozialisten vergrößern ihren Vorsprung vor den Sozialdemokraten", titelt der Diário de Notícias zwei Tage vor den Parlamentswahlen. Der Sozialistischen Partei (PS) des amtierenden Ministerpräsidenten José Sócrates werden laut einer in der Lissabonner Tageszeitung veröffentlichten Umfrage 38% der Wahlabsichten zugeschrieben, im Vergleich zu 30% für seine Gegnerin Manuela Ferreira Leite von der (konservativen) Sozialdemokratischen Partei (PSD). "Sócrates fordert seine Anhänger zur Gefasstheit auf", berichtet die Zeitung. Er wisse, dass er die absolute Mehrheit von 2005 nicht wieder erlangen könne, da seine Regierung eher unbeliebt sei. Doch nichts ist noch entschieden und Ferreira Leite behauptet sogar, sie sei "fest überzeugt" davon, dass sie die Wahl gewinnen werde. Was die anderen Fraktionen des Parlaments betrifft, so könnte der Linksblock (BE) den dritten Platz beziehen, vor der mit den Kommunisten Kopf an Kopf liegenden Volkspartei (PP). Was für eine Regierung wird das Land haben? Der Diário de Notícias erklärt, dass die PS oder die PSD das Land sogar als Minderheit leiten könnten, doch dass verschiedenartige Bündnisse durchaus im Bereich des Möglichen bleiben.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.