“Regierung im Zweifel über Fox’ Zukunft”, schreibt der Guardian. Fragen über die Beziehung zwischen dem britischen Verteidigungsminister Liam Fox und Adam Werritty machen nach wie vor Schlagzeilen in der britischen Presse. Werritty teilte sich früher mit Fox eine Wohnung und ist auch sein Trauzeuge. Letzte Woche kam heraus, dass er eine Wohlfahrtseinrichtung auf Kosten der Steuerzahler unterhielt – vom Büro des Ministers im House of Parliament aus. Obwohl er weder Regierungsangestellter noch Mitglied der britischen konservativen Partei war, verteilte Werritty auch Visitenkarten mit dem eingeprägten Logo des britischen Parlaments, die ihn als “Berater des Ehrenwerten Abgeordneten Dr. Fox” auswiesen. Weiter wurde enthüllt, dass Werritty Fox auf mehr als einem Drittel seiner 48 Auslandsreisen begleitete, darunter auch zu Ministerkonferenzen und in den Familienurlaub. Über die Finanzierung von Werrittys Reisekosten ist wenig bekannt, doch der Guardian bemerkt dazu, Fox habe “Werritty erlaubt, eine Zusammenkunft zwischen ihm und einem Rüstungskonzern in Dubai zu organisieren, ohne Funktionäre darüber zu informieren”.
Die geheim gehaltene Beziehung wirft Fragen darüber auf, ob Fox seinen ministeriellen Verhaltenskodex verletzt hat. “Laut vertraulichen Angaben aus dem Büro des Premierministers wäre es schlimm für Fox, sollte bei den Ermittlungen herauskommen, dass Werritty mit seinem Wissen aus seinen Zugriffsmöglichkeiten Geld geschlagen hat”, schreibt die Londoner Tageszeitung. Auf Fragen im House of Commons antwortete Fox in ungewöhnlichem Englisch, er sei “zuversichtlich, dass Werritty nicht von jeglichem Transaktionsverhalten abhängig ist”, und entschuldigte sich für seine “gravierenden Fehler”.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
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Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.