Der Literatur-Nobelpreis für Tomas Tranströmer “ist ein Triumph für die Poesie”, freut sich Dagens Nyheter. Die Auszeichnung ging am 6. Oktober zum ersten Mal seit 1974 wieder an einen Schweden. Sie ehrt ein dichterisches Werk, das “sich in Harmonie zum modernen Schweden entwickelt hat. Es hat sich nie von diesem Schweden getrennt, sondern mit einem etwas schrägen Blick belichtet.”
Es sei kein Zufall, dass eines von Tranströmers Gedichten 2003 zu einem der tiefgreifendsten Anlässe des Landes gelesen wurde, nämlich beim Begräbnis der ermordeten Außenministerin Anna Lindh, heißt es weiter. Für die schwedische Tageszeitung ist “der diesjährige Nobelpreis [...] ein Triumph für die Poesie als Lebensart, für ihre Fähigkeit, die Lebenserfahrungen ganz normaler Menschen ans Licht zu bringen”.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.