In den französischen Wohnungen liegen die Schubladen voller Manuskripte, die nur auf eines warten: Sie wollen ihrem Schattendasein entkommen und ihren Verfasser zum großen Schriftsteller küren. Laut einer Umfrage von Figaro Littéraire/OpinionWay hat jeder dritte Franzose (32 Prozent) schon ein Buch geschrieben oder zumindest mit dem Gedanken daran gespielt. Drei Prozent (also 1,4 Millionen Franzosen) haben bereits mehrere Seiten niedergeschrieben und 400.000 ihren Text an einen Verlag geschickt. Der Virus scheint die ganze Nation zu befallen, denn "das Phänomen betrifft ausnahmslos alle Kategorien: Geschlecht, Alter, soziales Umfeld, Beruf oder Wohnort spielen keine Rolle", heißt es im Figaro. Worüber die Franzosen gerne schreiben möchten? Über sich selbst. Neun von zehn Texten sind – oder wären – eine Erzählung mit autobiografischen Aspekten. So sehr sich die Franzosen auch für das Schreiben begeistern, so scheinen sie auf das Lesen weit weniger Appetit auf Lesen zu haben. Derselben Umfrage zufolge hat jeder fünfte Befragte (19 Prozent) in den letzten zwölf Monaten kein einziges Buch gelesen.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.