“Vorschlag des EU-Austritts gewinnt”, titelt der Daily Express und freut sich über das, was er in seinem Kreuzzug für das Ausscheiden Großbritanniens aus der EU als einen “gewaltigen Sieg” betrachtet. Nach Angaben der heftig euroskeptischen Tageszeitung kamen die anlässlich zur Konferenz der konservativen Partei versammelten Tory-Abgeordneten überein, “eine historische Debatte zu diesem Thema abzuhalten”. Das bedeutet, “das Parlament wird darüber abstimmen, ob es ein Referendum über Großbritanniens weitere Mitgliedschaft geben soll”. Der Daily Express erklärt, laut einer kürzlich erfolgten Yougov-Umfrage “würde die Mehrheit der Wähler (51 Prozent) dafür stimmen, dass Großbritannien seine Verbindungen mit Brüssel ein für allemal abbricht”. Doch bei näherem Hinsehen zeigt die Umfrage, dass 47 Prozent mit dem Vorschlag “Ich würde für einen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union stimmen” einverstanden sind.
Am 2. Oktober lehnte der britische Premier David Cameron jedoch alle Aufrufe zu einem Referendum über einen eventuellen EU-Austritt ab. Cameron gab an, eine Abstimmung im Unterhaus werde die Strategie seiner Regierung nicht beeinflussen – “ein Referendum würde nur abgehalten, wenn Großbritannien einen neuen Vertrag unterschriebe, der der EU mehr britische Souveränität übertrage”. In klaren Worten sagte der Premier: “Ich will nicht, dass Großbritannien die EU verlässt”. Der Daily Express argumentiert jedoch, das “plötzliche Aufwallen” der Tories zugunsten einer Abspaltung von der EU sei eine “starke Nachricht” an Cameron.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.