Das "internationale Komplott" gegen Silvio Berlusconi hat einen neuen Drahtzieher. Miklós Harazsti, Repräsentant für Pressefreiheit der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hat den italienischen Regierungschef aufgefordert, seine Klagen wegen Verleumdung gegen die zwei linken Tageszeitungen La Repubblica und Unità zurückzuziehen. "Permanentes Nachfragen, selbst wenn es parteiisch ist, sei ein Mittel der ausgleichenden Funktion von Medien. Das Recht, die Öffentlichkeit zu informieren, schließt unumgänglich das Recht der Medien ein, Fragen zu stellen", erklärte Harazsti in Hinblick auf die zehn offenen Fragen, die La Repubblica täglich an Silvio Berlusconi über die Skandale seines Privatlebens stellt. Seiner Meinung nach müssen Politiker "aufgrund ihrer Stellung mehr Kritik vertragen, als normale Bürger", schreibt der Corriere della Sera.
Nach der El País trage die wachsende Verlegenheit der internationalen Gemeinschaft hinsichtlich der Affären des EU-Ratspräsidenten zu seinem Untergang bei. Seine Verbündeten sprechen bereits über einen Nachfolger, welcher der derzeitige Wirtschaftsminister Giulio Tremonti sein könnte. "Wir befinden uns in der Endphase des Berlusconismus", erklärte der Direktor der italienischen Presseagentur Ansa der spanischen Tageszeitung. "Das Problem ist, dass niemand weiß, wie lange sie noch dauert".
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.