Helsingin Sanomat, 29. September 2011
Das finnische Parlament stimmte am 28. September mit 103 gegen 66 Stimmen der Erweiterung des EU-Stabilitätsfonds (EFSF) zu. In erster Konsequenz “erhöht Finnland damit sein Verschuldungsrisiko”, warnt Helsingin Sanomat auf der Titelseite. Die Helsinkier Tageszeitung befürchtet, dass das Land “enorme Risiken” eingehe, indem es sich “zur Notfinanzierung europäischer Länder in Krisenzeiten verpflichtet”. Zudem sei die strittige Frage der von Helsinki geforderten Garantien Griechenlands immer noch nicht geklärt, stellt die Tageszeitung fest. Finnland hat als neuntes Land der Eurozone dem Rahmenvertrag zugestimmt. In Deutschland nahm der Bundestag am 29. September ab den erweiterten Rettungsschirm an.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.