Slowakei und Ungarn an einem Tisch
Das Treffen des slowakischen Ministerpräsidenten Robert Fico und des ungarischen Staatschefs Gordon Bajnai am 10. September endete mit einer gemeinsamen Erklärung gegen den Extremismus. Betreffs der Frage des slowakischen Sprachgesetzes, das Budapest als einen Angriff auf die Rechte der ungarischen Minderheit des Landes ansieht, haben Robert Fico und Gordon Bajnai beschlossen, den Empfehlungen im Bericht des Hohen Kommissars für nationale Minderheiten der OSZE Knut Vollebaek zu folgen. Um den Extremismus auf beiden Seiten der Grenze zu bekämpfen, wird ein gemeinsamer Polizeiausschuss entstehen. "Falsche Personen am falschen Ort", schreibt die slowakische Tageszeitung Pravda, deren Meinung nach das Treffen nur "die Hülle des Problems" gelöst, aber nicht seinen "Kern" getroffen ha. Dieser befinde sich in der Slowakei. "Die Lügen über das Sprachgesetz kommen nicht aus Ungarn, sondern von der SMK (der Partei der ungarischen Koalition, welche die linguistische Minderheit in der Slowakei repräsentiert)". Die Tageszeitung aus Bratislava ruft dennoch die Regierung zu einer "großzügigen Haltung" gegenüber der ungarischen Minderheit auf. Die ungarische Tageszeitung Népszabadság freut sich ihrerseits, dass "die diplomatischen Bemühungen Ungarns Früchte getragen haben, die Angelegenheit auf die internationale Bühne zu bringen." Allerdings zweifelt sie an dem Willen Bratislavas, sich den europäischen Ansprüchen anzupassen.
Mit der Krise und der hohen Arbeitslosigkeit handeln die jungen Litauer wie einst ihre Vorfahren: Sie wandern aus. Zehntausende, auf der Suche nach einem besseren Leben, wandern jedes Jahr aus, am liebsten auf die britischen Inseln oder nach Skandinavien.
Treffen um Treffen konnte die Eurogruppe die drohende Pleite Griechenlands nicht bannen. Obwohl Athen die Krise größtenteils selbst zu verantworten hat, kann die EU ihre Hände nicht in Unschuld waschen. Konfuse Botschaften und mangelnde Strategie haben ein lösbares Problem in ein explosives Chaos verwandelt.
Zwei Parteien, zwei Standpunkte, zwei Visionen Frankreichs: Leidenschaftlich diskutiert man auch achtzehn Jahre nach der Ermordung von etwa 800.000 Tutsis, welche Rolle Paris damals gespielt hat. Je nach dem Stand der Ermittlungen erscheint diese nämlich stets in einem neuen Licht.