Bitteschön mehr Kohärenz gegenüber Ankara
Laut den Experten der Unabhängigen Türkei-Kommission "könnte die widersprüchliche Haltung" der Union bei den Beitrittsverhandlungen mit Ankara "den aktuellen Reformen in der Türkei und den eigenen Interessen der EU schaden", berichtet die Financial Times. Die vom Friedensnobelpreisträger Martti Ahtisaari geleitete Gruppe hatte mit ihrem ersten Bericht 2004 dazu beigetragen, die europäischen Regierungen von der Aufnahme der Beitrittsverhandlungen mit Ankara zu überzeugen. In dem am 7. September veröffentlichten Bericht wirft sie nun den Regierungschefs der 27 Länder vor, "die Beitrittsgespräche zu bremsen und den Eindruck zu erwecken, dass man die Türkei dem Block nicht beitreten lassen wolle", stellt die FT weiterhin fest. Der Bericht kritisiert ebenso, dass die europäischen Regierungen "die Verhandlungen in eine Debatte per Prokura über einige für die Öffentlichkeit sensible Themen wie Immigration, Beschäftigung oder den Islam verwandelt haben".
Zwei Parteien, zwei Standpunkte, zwei Visionen Frankreichs: Leidenschaftlich diskutiert man auch achtzehn Jahre nach der Ermordung von etwa 800.000 Tutsis, welche Rolle Paris damals gespielt hat. Je nach dem Stand der Ermittlungen erscheint diese nämlich stets in einem neuen Licht.
Um das Risiko eines Ausschlusses aus der Eurozone zu verhindern, hat Athen unmittelbar vor dem Treffen der Eurogruppe neuen Sparmaßnahmen zugestimmt. Eine Alternative, welche die heimischen Politiker nicht verhindern konnten, bedauert To Vima.
Indem sie, wie Anfang der Woche EU-Kommissarin Neelie Kroes, den Euro-Austritt Griechenlands in Erwägung ziehen, scheinen die Politiker das Terrain auf diese Eventualität vorbereiten zu wollen. Zum selben Zeitpunkt verhandelt Athen noch mit den privaten Gläubigern über einen Forderungsverzicht.