Mitteleuropa teilt sich seine Botschaften
Die Visegrád-Gruppe, bestehend aus Polen, der Tschechischen Republik, der
Slowakei und Ungarn, hat beschlossen, künftig gemeinsame Botschaften und
Konsulate in einigen Ländern Zentral-Asiens, Afrikas und Lateinamerikas zu eröffnen,
um Kosten bei ihren Auslandsvertretungen einzusparen. "Die Beziehungen zwischen
der Slowakei und Ungarn erinnern an einen Gangsterfilm", stellt die Hospodářské
Noviny fest, und spielt dabei auf die Spannungen zwischen den beiden Länder wegen der in der Slowakei lebenden ungarischen Minderheit an. "Aber es scheint, dass die neuesten Zwischenfälle die enge diplomatische Zusammenarbeit nicht stören." Für Warschau "könnte die Gruppe zu einem Beispiel gemeinsamer EU-Diplomatie
werden". Dabei gehe es nicht um gemeinsame diplomatische Missionen, denn
Visegrád ist eine rein informelle Struktur, die somit ihre Mitglieder in anderen Ländern
nicht repräsentieren kann. "Botschafts-WGs" wurden bereits von den
skandinavischen Ländern eingeführt, "die nicht nur ihre diplomatischen Vertretungen in
weiter entfernten Ländern teilen, sondern auch in Berlin", schreibt die Prager
Wirtschaftszeitung.
Mit der Krise und der hohen Arbeitslosigkeit handeln die jungen Litauer wie einst ihre Vorfahren: Sie wandern aus. Zehntausende, auf der Suche nach einem besseren Leben, wandern jedes Jahr aus, am liebsten auf die britischen Inseln oder nach Skandinavien.
Treffen um Treffen konnte die Eurogruppe die drohende Pleite Griechenlands nicht bannen. Obwohl Athen die Krise größtenteils selbst zu verantworten hat, kann die EU ihre Hände nicht in Unschuld waschen. Konfuse Botschaften und mangelnde Strategie haben ein lösbares Problem in ein explosives Chaos verwandelt.
Zwei Parteien, zwei Standpunkte, zwei Visionen Frankreichs: Leidenschaftlich diskutiert man auch achtzehn Jahre nach der Ermordung von etwa 800.000 Tutsis, welche Rolle Paris damals gespielt hat. Je nach dem Stand der Ermittlungen erscheint diese nämlich stets in einem neuen Licht.