Frankreichs Stars in Ungnade
Von der Euphorie der Weltmeisterschaft 98 zum absoluten Desinteresse. Kurz vor dem Spiel Frankreich-Rumänien, dessen Ergebnis zur Qualifikation für die Weltmeisterschaft im nächsten Jahr in Südafrika ausschlaggebend ist, fragt sich die französische Sportzeitung L’Equipe auf der Titelseite, ob man noch Fan der Spieler ihres Nationalteams sein könne. Denn die Beziehung zwischen den "Bleus" und der Stimmung des Volkes entwickelt sich häufig zu einem gesellschaftlichen Phänomen. Auch wenn der Nationaltrainer Raymond Domenech umstritten ist, "ist die Verantwortung der Spieler offensichtlich", meint die Zeitung und prangert diejenigen an, die "aus dem Stadion mit Kopfhörern und Sonnenbrillen verschwinden, ohne ein Wort oder eine Geste für die Fans zu verlieren." Der französische Fußballverband "intensiviert die Kommunikation, aber bis jetzt ist das Resultat nicht überzeugend". In der kürzlich erschienenen Rangliste der meistgeschätzten Persönlichkeiten Frankreichs "war der Lieblingsfußballer... ein Ehemaliger: Zinédine Zidane. Was bedeutet, dass das französische Publikum vor allem die liebt, die gewinnen."
Mit der Krise und der hohen Arbeitslosigkeit handeln die jungen Litauer wie einst ihre Vorfahren: Sie wandern aus. Zehntausende, auf der Suche nach einem besseren Leben, wandern jedes Jahr aus, am liebsten auf die britischen Inseln oder nach Skandinavien.
Treffen um Treffen konnte die Eurogruppe die drohende Pleite Griechenlands nicht bannen. Obwohl Athen die Krise größtenteils selbst zu verantworten hat, kann die EU ihre Hände nicht in Unschuld waschen. Konfuse Botschaften und mangelnde Strategie haben ein lösbares Problem in ein explosives Chaos verwandelt.
Zwei Parteien, zwei Standpunkte, zwei Visionen Frankreichs: Leidenschaftlich diskutiert man auch achtzehn Jahre nach der Ermordung von etwa 800.000 Tutsis, welche Rolle Paris damals gespielt hat. Je nach dem Stand der Ermittlungen erscheint diese nämlich stets in einem neuen Licht.