Die EZB und das Geschäft mit der Krise
Den Berechnungen der Volkskrant zufolge hat die Europäische Zentralbank (EZB) seit dem Beginn der Krise 17 Milliarden Euro gewonnen, berichtet die niederländische Tageszeitung. "Nach dem Ausbruch der Krise in Europa im September 2008 hat die EZB Kredite in einer Gesamthöhe von fast 14.000 Milliarden Euro genehmigt, welche ihr 19,2 Milliarden Euro Zinsen einbrachten. Im gleichen Zeitraum haben mehrere Banken ihre Anleihen bei der EZB untergebracht, die ihnen dafür ungefähr 2 Milliarden Euro zahlen musste. Diese Differenz hatte der Präsident der EZB, Jean-Claude Trichet, eines Tages 'unsere Gewinne' genannt. Außerhalb der Krisenzeiten liegen die Gewinne bei etwa 12 Milliarden Euro." Die Volkskrant versucht ihre Leser jedoch zu beruhigen, indem sie diese daran erinnert, dass "diese Gewinne nur auf dem Papier existieren. Die EZB wird dieses Geld" für nichts anderes "investieren oder ausgeben", als für die Bekämpfung der Auswirkungen der Krise selbst. "Die Europäer können also beruhigt sein: Ihre Steuergelder, die für die Rettung der Banken verwendet wurden, sind nicht einfach verschwunden."
Mit der Krise und der hohen Arbeitslosigkeit handeln die jungen Litauer wie einst ihre Vorfahren: Sie wandern aus. Zehntausende, auf der Suche nach einem besseren Leben, wandern jedes Jahr aus, am liebsten auf die britischen Inseln oder nach Skandinavien.
Treffen um Treffen konnte die Eurogruppe die drohende Pleite Griechenlands nicht bannen. Obwohl Athen die Krise größtenteils selbst zu verantworten hat, kann die EU ihre Hände nicht in Unschuld waschen. Konfuse Botschaften und mangelnde Strategie haben ein lösbares Problem in ein explosives Chaos verwandelt.
Zwei Parteien, zwei Standpunkte, zwei Visionen Frankreichs: Leidenschaftlich diskutiert man auch achtzehn Jahre nach der Ermordung von etwa 800.000 Tutsis, welche Rolle Paris damals gespielt hat. Je nach dem Stand der Ermittlungen erscheint diese nämlich stets in einem neuen Licht.