Eulex in der Zwickmühle
"Die EU-Mission im Kosovo (Eulex) steckt in einer veritablen Krise", konstatiert die Tageszeitung. Gestern war es zu einer Serie von Ausschreitungen gekommen, welche die Spannungen zwischen der europäischen Mission, den Regierungsvertretern des Kosovo und der albanischen Mehrheit deutlich machen. Am 27. August hatten der kosovarische Präsident Fatmir Sejdiu und sein Premierminister Hashim Thaçi bekannt geben, dass sie nicht einverstanden sind mit den von Eulex und Serbien verhandelten Polizeikontrollen entlang der serbisch-kosovarischen Grenze, die den Schmuggel unterbinden sollen. Sie warfen Eulex vor, das Grenzabkommen mit Belgrad ohne ihr Wissen unterzeichnet zu haben und damit die Unabhängigkeit des Kosovo nicht respektiert zu haben. Die TAZ erklärt, dass Belgrad ausschließlich mit Eulex verhandelt, da es die ehemalige serbische Provinz Kosovo bei direkten Verhandlungen mit Pristina indirekt anerkennen würde, was Serbien "unbedingt vermeiden will." Aktivisten der nationalistischen kosovarischen Gruppe "Selbstbestimmung", von der behauptet wird, sie weigere sich gegen jegliche ausländische Präsenz im Kosovo, hatten ebenfalls gegen das geplante Grenzabkommen mit Serbien protestiert. Sie demolierten rund 30 Wagen von Eulex.
Mit der Krise und der hohen Arbeitslosigkeit handeln die jungen Litauer wie einst ihre Vorfahren: Sie wandern aus. Zehntausende, auf der Suche nach einem besseren Leben, wandern jedes Jahr aus, am liebsten auf die britischen Inseln oder nach Skandinavien.
Treffen um Treffen konnte die Eurogruppe die drohende Pleite Griechenlands nicht bannen. Obwohl Athen die Krise größtenteils selbst zu verantworten hat, kann die EU ihre Hände nicht in Unschuld waschen. Konfuse Botschaften und mangelnde Strategie haben ein lösbares Problem in ein explosives Chaos verwandelt.
Zwei Parteien, zwei Standpunkte, zwei Visionen Frankreichs: Leidenschaftlich diskutiert man auch achtzehn Jahre nach der Ermordung von etwa 800.000 Tutsis, welche Rolle Paris damals gespielt hat. Je nach dem Stand der Ermittlungen erscheint diese nämlich stets in einem neuen Licht.