US-Rakentenabwehr startet ohne Tschechen und Polen
Es ist so gut wie sicher, dass die Vereinigten Staaten ihre Pläne, Teile eines Raketen-Abwehr-Systems in Polen und der Tschechischen Republik zu bauen, über Bord geworfen haben, berichtet die Warschauer Tageszeitung Gazeta Wyborcza. Den Erklärungen des Vorsitzenden der Missile Defense Advocacy Alliance in Washington, Riki Ellison, zufolge, schaut sich das Weiße Haus gerade nach anderen Möglichkeiten um. Auf einer Konferenz, die kürzlich zum Raketen-Abwehr-System stattgefunden hat, erwähnten die US-amerikanischen Generäle weder Polen, noch die Tschechische Republik auch nur ein einziges Mal. Zur Raketenabwehr plant die Obama-Regierung vielmehr den Einsatz von Raketenwerfern auf Kriegsschiffen und Militärbasen in Israel, der Türkei und eventuell in einem der Balkanländer. Obwohl die strategische Lagebesprechung des Raketenabwehrprojektes, welches unter dem neuen Präsidenten in Gang gesetzt wurde, noch lange nicht beendet ist, sind die Experten davon überzeugt, dass Polen und die Tschechische Republik nur noch wenige Chancen haben. Auch sind es die Einwände der Russen gegenüber dem Projekt, die Washington so empfindlich haben werden lassen. Andere weisen auf die hohen Kosten hin. Und viele Berater Obamas glauben nicht, dass ein Raketen-Abwehr-System wirklich effektiv sein könnte. Für sie ist dies das größte Hindernis, an dem das Projekt scheitern könnte.
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