Arbeitgeber Ausländer
Eine der bekanntesten Mythen Italiens ist, dass "Einwanderer den Italienern die Arbeit wegnehmen". Nun berichtet der Corriere della Sera über eine Studie der italienischen Zentralbank (Banca d'Italia), welche diese Theorie ein für allemal widerlegt. Festgestellt wurde, dass "die in den letzten Jahren wachsende Anzahl von Ausländern in Italien keineswegs dazu geführt hat, dass Italienern weniger Arbeitsmöglichkeiten zur Verfügung stehen", sondern vielmehr dazu geführt hat, dass "mehr Arbeitsplätze" geschaffen wurden.
Der Studie zufolge hat der Einwandererstrom aus dem Ausland in den letzten zehn Jahren vielmehr dazu beigetragen, den negativen Auswirkungen einer alternden Bevölkerung entgegenzuwirken. Sie haben die Wirtschaft aufrecht erhalten und die Italiener mit neuen Möglichkeiten versorgt, insbesondere die Frauen und die besser ausgebildeten Bürger. Frauen haben ganz besonders von der Anwesenheit der Ausländer profitiert: Für deren Kinder und den "von den Ausländern untrennbaren" älteren Personen wurden immer mehr Dienstleistungen geschaffen. Der Bericht der italienischen Zentralbank schließt jedoch, Italien hätte sich ein wenig mehr um Integration kümmern und die jüngeren Generationen genauer unter die Lupe nehmen sollen. "Die neuen Generationen der Ausländer stellen den hauptsächlichen Teil der zukünftigen Erwerbstätigen des Landes dar. Jedoch sind in gerade in dieser Gruppe erhebliche Schulabbrüche zu verzeichnen."
Mit der Krise und der hohen Arbeitslosigkeit handeln die jungen Litauer wie einst ihre Vorfahren: Sie wandern aus. Zehntausende, auf der Suche nach einem besseren Leben, wandern jedes Jahr aus, am liebsten auf die britischen Inseln oder nach Skandinavien.
Treffen um Treffen konnte die Eurogruppe die drohende Pleite Griechenlands nicht bannen. Obwohl Athen die Krise größtenteils selbst zu verantworten hat, kann die EU ihre Hände nicht in Unschuld waschen. Konfuse Botschaften und mangelnde Strategie haben ein lösbares Problem in ein explosives Chaos verwandelt.
Zwei Parteien, zwei Standpunkte, zwei Visionen Frankreichs: Leidenschaftlich diskutiert man auch achtzehn Jahre nach der Ermordung von etwa 800.000 Tutsis, welche Rolle Paris damals gespielt hat. Je nach dem Stand der Ermittlungen erscheint diese nämlich stets in einem neuen Licht.