Erweiterung
Spanien denkt zu kurz
22. Juli 2009
Presseurop
El País Sechs Monate vor Beginn der spanischen EU-Ratspräsidentschaft im Januar 2010 interessieren sich die Spanier und ihre Parteien recht wenig für eines der großen aktuellen Themen: die EU-Erweiterung. In El País bedauert Albert Branchadell, Professor an der Autonomen Universität von Barcelona, dass das Thema in der Kampagne vor der Europawahl "kaum diskutiert" wurde.
Der Wissenschaftler urteilt, dass die regierenden Sozialisten sich zu reserviert zeigten, dass die konservative Opposition "mit ihrer Gegnerschaft eines Türkei-Beitritts auf die Linie der europäischen Ultrakonservativen einschwenken", und dass die Nationalisten "mit einem geheuchelten Europaotpimismus auf Stimmenfang seien".
Mit der Krise und der hohen Arbeitslosigkeit handeln die jungen Litauer wie einst ihre Vorfahren: Sie wandern aus. Zehntausende, auf der Suche nach einem besseren Leben, wandern jedes Jahr aus, am liebsten auf die britischen Inseln oder nach Skandinavien.
Treffen um Treffen konnte die Eurogruppe die drohende Pleite Griechenlands nicht bannen. Obwohl Athen die Krise größtenteils selbst zu verantworten hat, kann die EU ihre Hände nicht in Unschuld waschen. Konfuse Botschaften und mangelnde Strategie haben ein lösbares Problem in ein explosives Chaos verwandelt.
Zwei Parteien, zwei Standpunkte, zwei Visionen Frankreichs: Leidenschaftlich diskutiert man auch achtzehn Jahre nach der Ermordung von etwa 800.000 Tutsis, welche Rolle Paris damals gespielt hat. Je nach dem Stand der Ermittlungen erscheint diese nämlich stets in einem neuen Licht.