Oscar Wilde: ein Hauch von Heiligkeit
"Lebend hatte er ebenso viele Chancen wie Pontius Pilatus ein Held der katholischen Kirche zu werden", und nun steht der Vatican für ihn wie für einen der Seinen ein, ironisiert die Times. Die Londoner Tageszeitung erzählt, dass L’Osservatore Romano, das offizielle Blatt des Heiligen Stuhls dem anglo-irischen Schriftsteller, der zu Lebzeiten wegen seiner Homosexualität und seines exzessiven Lebens geschmäht wurde, gerade einen jubelnden Artikel gewidmet hat. 1900 konvertierte sich Wilde auf dem Sterbebett zum katholischen Glauben. Die Times erinnert daran, dass – trotz der homo-feindlichen Positionen von Benedikt XVI - "die Rehabilitierung Wildes bereits vor zwei Jahren begonnen hat, als seine Aphorismen in eine Sammlung aufgenommen wurden, die der Protokollchef des Vatikan herausgibt".
Mit der Krise und der hohen Arbeitslosigkeit handeln die jungen Litauer wie einst ihre Vorfahren: Sie wandern aus. Zehntausende, auf der Suche nach einem besseren Leben, wandern jedes Jahr aus, am liebsten auf die britischen Inseln oder nach Skandinavien.
Treffen um Treffen konnte die Eurogruppe die drohende Pleite Griechenlands nicht bannen. Obwohl Athen die Krise größtenteils selbst zu verantworten hat, kann die EU ihre Hände nicht in Unschuld waschen. Konfuse Botschaften und mangelnde Strategie haben ein lösbares Problem in ein explosives Chaos verwandelt.
Zwei Parteien, zwei Standpunkte, zwei Visionen Frankreichs: Leidenschaftlich diskutiert man auch achtzehn Jahre nach der Ermordung von etwa 800.000 Tutsis, welche Rolle Paris damals gespielt hat. Je nach dem Stand der Ermittlungen erscheint diese nämlich stets in einem neuen Licht.