Die EU teilt sich ihre Einwanderer
Seit seinem Eintritt in die EU 2004 drängen immer mehr Einwanderer nach Malta. Gemeinsam mit Italien hat die Insel 2008 fast die Hälfte der 67 000 Personen aufgenommen, die das Mittelmeer überquert haben, um in Europa Asyl zu beantragen, berichtet das Amt des Hochkommissars der Vereinten Nationen für Flüchtlinge (UNHCR). Seit langem fordert Malta Hilfe für diese Situation von der Europäischen Union und scheint nun endlich erhört worden zu sein.
Genau wie Italien, Griechenland, Zypern und andere Länder, die sich an den Südgrenzen Europas befinden, wird es in das Programm "Interne Aufteilung der Flüchtlinge" aufgenommen, das die Europäische Kommission bald ins Leben rufen wird. "Während sich die USA bereit erklärt haben, mehrere hundert von Malta kommende Flüchtlinge aufzunehmen, hofft der Europäische Kommissar Jacques Barrot, der auch für Flüchtlingsfragen zuständig ist, dass die Mitgliedsstaaten bis zum Herbst Malta entlasten werden", schreibt Le Monde. Die Niederlande, Irland, Litauen, Deutschland und Portugal haben jeweils schon zwischen einem Dutzend und dreißig Personen aufgenommen. Frankreich wird bald ungefähr hundert Flüchtlinge übernehmen. Das auf freiwilliger Basis beruhende Programm sieht vor, dass die Kommission die Kosten für die Integration der Flüchtlinge ein Jahr lang übernimmt.
Mit der Krise und der hohen Arbeitslosigkeit handeln die jungen Litauer wie einst ihre Vorfahren: Sie wandern aus. Zehntausende, auf der Suche nach einem besseren Leben, wandern jedes Jahr aus, am liebsten auf die britischen Inseln oder nach Skandinavien.
Treffen um Treffen konnte die Eurogruppe die drohende Pleite Griechenlands nicht bannen. Obwohl Athen die Krise größtenteils selbst zu verantworten hat, kann die EU ihre Hände nicht in Unschuld waschen. Konfuse Botschaften und mangelnde Strategie haben ein lösbares Problem in ein explosives Chaos verwandelt.
Zwei Parteien, zwei Standpunkte, zwei Visionen Frankreichs: Leidenschaftlich diskutiert man auch achtzehn Jahre nach der Ermordung von etwa 800.000 Tutsis, welche Rolle Paris damals gespielt hat. Je nach dem Stand der Ermittlungen erscheint diese nämlich stets in einem neuen Licht.