Letten verpfänden ihre Seelen
Die von der Krise kräftig durchschüttelten Letten suchen nach Lösungen für ihre Verschuldung. Die Kontora-Bank bietet nun Anti-Krisen-Kredite an, berichtet das niederländische NRC Handelsblad. Volljährige Letten können einen Kredit zwischen 70 und 700 Euro mit einer Laufzeit von 90 Tagen bekommen. Einzige Bürgschaft: ihre Seele. Die Bank, die nach eigenen Angaben bereits 200 Seelen-Kunden. Der Vertrag, den diese unterzeichnen, sieht für den Fall einer nicht geleisteten Rückzahlung vor, dass der Schuldner auf seine "immatérielle, kognitive und unsterbliche Seele verzichtet". In diesem Fall verpflichtet sich die Bank, keine gerichtlichen Folgen anzustrengen. "Die Sache scheint spielerisch, ihrem Erfinder, Viktor Mirosjenko, ist es dabei sehr Ernst", bemerkt NRC. Das Blatt erinnert daran, dass für die Letten heute "nahezu unmöglich" ist, bei einer Bank Geld zu leihen. "Die Gehälter sind im Keller und die Arbeitslosigkeit ist die zweithöchste in der EU".
Mit der Krise und der hohen Arbeitslosigkeit handeln die jungen Litauer wie einst ihre Vorfahren: Sie wandern aus. Zehntausende, auf der Suche nach einem besseren Leben, wandern jedes Jahr aus, am liebsten auf die britischen Inseln oder nach Skandinavien.
Zwei Parteien, zwei Standpunkte, zwei Visionen Frankreichs: Leidenschaftlich diskutiert man auch achtzehn Jahre nach der Ermordung von etwa 800.000 Tutsis, welche Rolle Paris damals gespielt hat. Je nach dem Stand der Ermittlungen erscheint diese nämlich stets in einem neuen Licht.
Um das Risiko eines Ausschlusses aus der Eurozone zu verhindern, hat Athen unmittelbar vor dem Treffen der Eurogruppe neuen Sparmaßnahmen zugestimmt. Eine Alternative, welche die heimischen Politiker nicht verhindern konnten, bedauert To Vima.