Illegale sollen letztes Hemd geben
Ein neues italienisches Gesetz aus der Sicherheitspolitik könnte tausende italienischer Familien um ihre Haushaltshilfen und Pfleger bringen, berichtet Il Messaggero. "Die Regierung und Mehrheitsparteien haben ein Detail vergessen, als sie das neue 'Sicherheitsgesetz' verabschiedeten, das illegale Einwanderer vor der Abschiebung mit einem Bußgeld von 5 bis 10.000 Euro belegt."
Laut Menschenrechtsvereinen besteht das kleine Detail darin, dass etwa die Hälfte der rund eine Million illegalen Arbeiter in Italien als Bedienstete in Privathäusern oder in der Altenpflege arbeitet. "Diese Schlacht scheint nicht nur unrentabel zu sein. Sie hält auch Polizeibeamte von ihrem Kampf gegen das organisierte Verbrechen ab", bedauert das Blatt.
Das Regierungsmitglied Carlo Giovanardi schlug eine Ausnahmeregelung für Hausangestellte vor. Er wurde jedoch augenblicklich von der Lega Nord aufgehalten, die der Koalitionspartner von Berlusconis Regierung ist. In Italiens kurzer Einwanderungsgeschichte traten bereits fünfmal solche Amnestien auf, eine alle fünf Jahre. "Die jüngste Amnestie ist jedoch schon sieben Jahre her", gibt Il Messagero zu bedenken.
Mit der Krise und der hohen Arbeitslosigkeit handeln die jungen Litauer wie einst ihre Vorfahren: Sie wandern aus. Zehntausende, auf der Suche nach einem besseren Leben, wandern jedes Jahr aus, am liebsten auf die britischen Inseln oder nach Skandinavien.
Treffen um Treffen konnte die Eurogruppe die drohende Pleite Griechenlands nicht bannen. Obwohl Athen die Krise größtenteils selbst zu verantworten hat, kann die EU ihre Hände nicht in Unschuld waschen. Konfuse Botschaften und mangelnde Strategie haben ein lösbares Problem in ein explosives Chaos verwandelt.
Zwei Parteien, zwei Standpunkte, zwei Visionen Frankreichs: Leidenschaftlich diskutiert man auch achtzehn Jahre nach der Ermordung von etwa 800.000 Tutsis, welche Rolle Paris damals gespielt hat. Je nach dem Stand der Ermittlungen erscheint diese nämlich stets in einem neuen Licht.