Brüssel hilft Kiew bei der Schuldenbegleichung
"Kalt wie ein Winter in Kiew" könnte bald zum geflügelten Wort werden. Die EU fleht gerade innigst den Internationalen Währungsfonds (IWF) an, der Ukraine über vier Millionen Dollar für die Bezahlung von russischem Gas zu leihen. Dieser Kredit könnte auch entscheidend dafür sein, ob die Ukraine ihren pro-westlichen Kurs beibehält oder in den russischen Schoß fällt, schreibt die Warschauer Tageszeitung Polska. "Dieses Darlehen zu bewilligen ist wichtiger als die Osteuropa-Partnerschaft. Es wird bestätigen, dass Europa die Ukraine wir einen ernstzunehmenden Partner behandelt", sagt Politologe und Publizist Jerzy Marek Nowakowski. Kiev braucht dringend finanzielle Unterstützung – die Wirtschaftskrise hat ihren Staatssäckel geleert. Russische Gasrechnungen können nicht bezahlt werden. Ohne ein Eingreifen des IWF könnte ein neuer Gaskrieg zwischen der Ukraine und Russland ausbrechen. Das russische Gasmonopol gibt der Ukraine noch bis zum 7. Juli Zeit, um seine Schulden zu tilgen.
Mit der Krise und der hohen Arbeitslosigkeit handeln die jungen Litauer wie einst ihre Vorfahren: Sie wandern aus. Zehntausende, auf der Suche nach einem besseren Leben, wandern jedes Jahr aus, am liebsten auf die britischen Inseln oder nach Skandinavien.
Treffen um Treffen konnte die Eurogruppe die drohende Pleite Griechenlands nicht bannen. Obwohl Athen die Krise größtenteils selbst zu verantworten hat, kann die EU ihre Hände nicht in Unschuld waschen. Konfuse Botschaften und mangelnde Strategie haben ein lösbares Problem in ein explosives Chaos verwandelt.
Zwei Parteien, zwei Standpunkte, zwei Visionen Frankreichs: Leidenschaftlich diskutiert man auch achtzehn Jahre nach der Ermordung von etwa 800.000 Tutsis, welche Rolle Paris damals gespielt hat. Je nach dem Stand der Ermittlungen erscheint diese nämlich stets in einem neuen Licht.